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Sangkhlaburi

Sangkhlaburi ist eine kleiner Landkreis im Westen von Thailand an der Grenze zu Burma (Myanmar), etwa 370 Kilometer von Bangkok entfernt. Was diese Region zu etwas Besonderem macht ist die bunte Mischung unterschiedlicher Volksgruppen die hier in harmonischem Miteinander leben und die schöne Natur, in die all das eingebettet ist.

Hier findet sich auch der 3-Pagoden-Pass, ein Grenzübergang zwischen Thailand und Burma auf dem auch ein kleiner Markt ist in dem man günstig Schmuck, Holzschnitzereien, Edelsteine und noch viel häufiger gefälschte Edelsteine kaufen kann.

In den vergangenen Jahrhunderten gab es oft kriegerische Auseinandersetzungen zwischen Thailand und Burma. Die Burmesen sind damals über den 3-Pagoden Pass in Thailand eingefallen. Nach jahrhundertelangem Kriegführen waren beide Parteien es leid und bauten drei Pagoden an diesem Pass, als ein Zeichen für das Ende der kriegerischen Auseinandersetzungen.

Wer einmal in schöner Natur auf Elefanten reiten möchte, der findet hier einen der schönsten Orte dafür. Auch gibt es verschiedene sehenswerte Tempel, vor allem im Mon Stil. (Die Mon sind ein kleiner Volksstamm mit eigenständiger Kultur der vor allem in Myanmar und in Zentralthailand nahe der burmesischen Grenze leben. Sie haben eine eigene Sprache).

Ein wichtiger religiöser Führer der Mon, ein buddhistischer Mönch namens Luang Por Uttamad(*3) hat hier einen bedeutenden Mon-Tempel gebaut und beim Aufbau einer kleinen Mon-Gemeinde geholfen. Eigentlich war er der Abt des mittlerweile versunkenen Tempels (Wat Sam Prasop), nach der Überflutung konnte er jedoch neues Land für seinen Tempel sichern und unterstützte 500 Mon-Haushalte dabei sich am neugeschaffenen Flussufer ein neues Dorf aufzubauen.

Wat Wang Wiwekaram wurde 1983 (anderen Quellen zufolge 1982) erbaut, um den alten Tempel (Wat Sam Prasop) der vom Stausee überflutet wurde zu ersetzen. Er besteht aus zwei Anlagen die etwa einen halben Kilometer voneinander entfernt sind. Dieser Tempel ist das religiöse Zentrum der Mon in Thailand, doch auch die Karen und Thais der Region halten diesen Tempel in hohen Ehren.

Viele Geschichten werden erzählt um den Abt Uttama und seinen Tempel. Die Mon sagen, dass er ein heiliger Mann war, dessen Körper nach seinem Tod nicht verfallen ist. Eine Wachsfigur von ihm findet sich im Tempel. Hinter der Wachsfigur ist der Leichnahm von Luang Po in einem Kasten aufbewahrt (allerdings nicht sichtbar). Man erzählt sich, dass seine Haare und Fingernägel noch immer weiterwachsen und sein Körper nicht weiter verfällt. Angeblich sollen TV-Stationen und Zeitungsteam hierher gekommen sein um den Leichnahm zu fotografieren. Trotz Recherchen konnten wir jedoch keine Aufnahmen finden. Luang Por Uttama starb im Jahre 2006 im Alter von 97 Jahren im Srirat Krankenhaus von Bangkok. Die Königen bezahlte für seine Krankenhausrechnung, um seine Verdienste zu würdigen. In der Tat waren seine Verdienste sowohl religiöser, als auch politischer Natur. Er wurde 1910 in Myanmar geboren und flüchtete 1949 nach Thailand um dem Bürgerkrieg zu entgehen. Er wurde zu einem Führer der Mon Gemeinschaft und war für die Gründung der Mon-Siedlung verantwortlich, die später vom Stausee überflutet wurde.

Khao Laem Stausee

Weite Teile in der Region wurden vor etwa 25 Jahren (absichtlich) überflutet um den Khao Laem Stausee(*2) zu bilden. Der Stausee ist etwa 60 Kilometer lang und an der breitesten Stelle 25 Kilometer breit. Viele Inseln und Mangrovensümpfe verleihen der Landschaft eine malerische Schönheit.

Die längste Holzbrücke Thailands spannt sich etwa 200 Meter über den Stausee

Die längste Holzbrücke Thailands (Saphan Mon) spannt sich etwa 200 Meter über den Stausee und kann nur begangen werden. Weder Autos noch Motorräder dürfen auf der Brücke fahren. Von hier aus hat man einen wunderschönen Ausblick auf den Stausee und die umliegende Landschaft.

Der Khao Laem Staudamm (auch Vachiralongkorn Staudamm genannt) wurde 1983 erbaut und ein komplettes Dorf wurde damals überflutet an dem Punkt wo drei Flüsse zusammenflossen.

Eine der Sehenswürdigkeiten hier ist ein versunkener Tempel (Wat Sam Prasop), der vom Boot aus noch zu sehen ist. Bei niedrigem Wasserstand kann man ihn sogar betreten.

Wat Sam Prasop: Der versunkene Tempel von Sangklaburi

Einige wichtige Einnahmequellen in der Region sind Gummibaumplantagen und Teak-Holz Plantagen.

Latex in angeritztem Gummibaum fließt in ein Auffangbehältnis

Ein wichtiger Feiertag in Sangkhlaburi ist der Nationaltag der Mon in der letzten Juliwoche.

Wie schon gesagt finden sich viele verschiedene Kulturen die hier in friedlichem Miteinander leben – vor allem Thais, Burmesen, Mon, Karen, Lao, Inder, Chinesen und Pakistanis. Viele sind burmesische Flüchtlinge, die in Burma vom Militärregime verfolgt worden. Menschen aus dem Nord-Osten Thailands, dem Isaan, kommen hierher weil die Erde hier fruchtbarer ist als in ihrer kargen Heimat.

Deshalb findet man hier in der Region viele wohltätige Hilfsprojekte. Das bekannteste ist Baan Unrak – hier werden verstoßene und verweiste Kinder aufgenommen, geschult, und sie werden auf ein Leben vorbereitet, das der Gesellschaft nutzen wird. Die Schule wurde von einer Frau gegründet, die einer neo-humanistischen Philosophie folgt. Das bedeutet, dass alle Kinder vegetarisch leben und Meditation praktizieren.3

Alternative Schreibweisen:

  • Sangklaburi, Sangkhla Buri, Sangkhaburi, อำเภอสังขละบุ
  • *2 Khao Lem, Kao Leam. Gesprochen: Kao Lähm
  • *3 Luang Por Uttama, Abt Uttama, Luang Phaw Uttama
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