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Lopburi

Lopburi ist ein kleines Städchen etwa 150 Kilometer (drei Fahrt-Stunden) nördlich von Bangkok, am westlichen Ende des Khorat Plateaus. Hier findet man alte Tempelruinen im Khmer-Baustil des Mahayana-Buddhismus, und die menschlichen Bewohner teilen sich den Ort mit Makaken-Affen, die sich vor allem in der Altstadt niedergelassen haben. Für Besucher ist die Altstadt mit Sicherheit auch wesentlich interessanter, und man kann sich hier bequem zu Fuß bewegen – man findet sie westlich der Bahngleise.

Viele Thai’s fahren zwischen November und Januar nach Lopburi um durch riesige Sonnenblumenfelder zu laufen, und in der Tat lassen sich hier sagenhaft schöne Aufnahmen machen.

Auch wenn Lopburi für die meisten Reisenden heute nicht mehr viel zu bieten hat – es war einst eine bedeutende Stadt in der Region, und ein geschäftiger Umschlagplatz für Waren aller Art. Während der Blütezeit des Khmer Reiches war Lopburi eine westliche Grenzstadt, damals noch mit dem Namen “Lavo” oder “Lavapura”. (Der Name Lavo leitet sich aus der hinduistischen Mythologie ab – es war der Name des Sohnes von Rama. Eine andere Erklärung für den Namen ist, dass die ersten Siedler der Stadt einer ethnischen Gruppe angehörten, die den Namen “Lawa” trug und den Mon angehörte).

Tempelruine im Khmer-Stil in Lopburi

Auch Marco Polo ist einst durch Lopburi gereist und hat die Stadt in seinem dritten Buch beschrieben – da mit dem Namen Locach, was auf die chinesische Aussprache des Namens Lavo zurückgeht. Damals soll es, laut Marco Polo, eine Stadt gewesen sein, in der Gold so im Überfluss vorhanden war, dass niemand, der es nicht mit eigenen Augen gesehen hat es glauben konnte.

Heute ist von diesem Ruhm und Prunk wenig erhalten, und die Stadt ist eher ein lässig gechillter Ort.

So süß und niedlich Affen im Fernsehen und im Zoo sein mögen – in freier Wildbahn oder in der Stadt können Affen auch gefährlich werden, und jeder der schonmal von einem Affen gebissen wurde (oder schonmal eine Narbe gesehen hat, die so ein Affenbiss hinterlässt) kann das bestätigen.

Außerdem sind die Makaken-Affen in Lopburi extrem neugierig und verspielt, und machen sich einen Spaß daraus Menschen ihr Essen, ihre Getränke, und ab und zu auch mal ihre Kameras, Hüte oder Sonnenbrillen zu klauen.

Die Bewohner von Lopburi haben viele Jahrhunderte lang Opfergaben gebracht in Form von Essen und Getränken, die sie in den Tempeln bereitgestellt haben. Das hat die Affen aus den Waldregionen in der Nähe angezogen. Die Bewohner von Lopburi haben die Affen damals als ein gutes Omen, und als Botschafter des Glücks angesehen, und haben weiter Gaben gereicht, so dass die Affen sich dauerhaft im Tempel niedergelassen haben.

Einmal im Jahr, am letzten Sonntag des Monats November, wird ein großes Fest für die Affen veranstaltet. Den Affen wird ein riesiges Buffett angeboten, an dem sie sich nach Gutdünken bedienen können. Gesponsort wird das ganze von einem reichen Geschäftsmann, der sich damit das Glück gnädig stimmen möchte.

Insgesamt lässt sich alles Sehenswerte in Lopburi an einem einzigen Tag besuchen. Lopburi hat knapp 30,000 Einwohner, und abgesehen von einigen Tempeln und Ruinen gibt es hier wenige Dinge die für Reisende interessant sind.

Im Jahr 1664 erklärte König Narai Lopburi zur zweiten Hauptstadt seines Reiches und verbrachte oft Zeit hier. Der ehemalige königliche Palast wurde in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts erbaut, mit der Hilfe italienischer und französischer Baumeister.

Solarstadt Lopburi

Lopburi hat noch eine andere Besonderheit: hier wird die größte Solarfarm der Welt geplant. Egco Group, mitsubishi und China Light & Power (CLP) sind die Firmen, die hier involviert sind, und haben Thailand als Standort ausgewählt, weil die Rahmenbedingungen hier die günstigsten gewesen sind im Vergleich zu anderen Ländern.

Im März 2010 hat die Egco Group Plc nochmals 1 Milliarde US-Dollar für den Ausbau der Solaranlage eingeplant, um die Kapazität der Anlage in den nächsten fünf Jahren um 20% zu erhöhen.

Die Provinz Lopburi

Lopburi ist nicht nur der Name der Stadt, sondern auch der Provinz. Wer sich für Natur-Geschichte und Geografie interessiert, der sollte vielleicht der kleinen Ortschaft Phatthana Nikhom einen Besuch abstatten. Das Khao Erawan Museum and Learning Centre gehört zum Erawan Höhlen Kloster (Tham Erawan Monastery), das auch die Gründung des Museums und Lernzentrums finanziert hat. Die Gelder kamen von Spenden der Dorfbewohner.

Die Regierung wollte aus dem Gebiet eine Mine machen, allerdings haben die Dorfbewohner sich diesem Anliegen widersetzt. Schließlich musste die Regierung die Erlaubnis aus diesem historisch bedeutenden Ort eine Mine zu machen wieder entziehen, aber die Beziehungen zwischen den lokalen Behörden und den Dorfbewohnern sind seitdem gespannt.

Das Museum wurde komplett aus Spendengeldern der Bewohner finanziert, doch die laufenden Kosten können nur schwer durch Spenden getragen werden. Es fehlen ungefähr 2000 Euro um das Zentrum unter anderem mit Informationstafeln auszustatten, Wege sicherer zu machen und für andere Ausbauarbeiten. Für die Behörden wäre es kein Problem das Geld bereitzustellen, allerdings scheinen sie nicht gewillt das zu tun, wahrscheinlich weil das Museum ihnen eine luktrative Mine vermießt hat. Das Museum steht jedem kostenlos offen und wird durch Spenden finanziert. Wenn ihr Phatthana Nikhom besucht, tragt bitte dazu bei, dass dieses Museum auch weiter bestehen kann.

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