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Kanchanaburi

Kanchnaburi ist die größte Stadt in der thailändischen Provinz Kanchanaburi. Kaum 130 Kilometer westlich von Bangkok gelegen ist Kanchanaburi ein beliebtes Ausflugsziel für Bangkokianer. Und in der Tat hat die Region viel zu bieten: wunderschöne Wasserfälle, Kalksteinhöhlen die von Mönchen gepflegt werden, Berglandschaften, Seen, Flüsse, Wälder und so vieles mehr.

Die Brücke am River Kwai ist eine der größten Touristenattraktionen überhaupt. (Übrigens wird der Fluss eigentlich “Kwä” ausgesprochen, nicht “Kwai” – das Buch und der dazugehörige Film haben jedoch dazu geführt, dass so ziemlich alle Welt, außer die Thais selbst, den Fluss “River Kwai” nennen). Hunderte von Reisegruppen werden hier tagtäglich mit großen Bussen angefahren, ausgesetzt und dann werden Fotos vor der Brücke geknipst. Das ganze Spektakel erinnert an eine Disneylandattraktion, ein historisch bedeutender Ort bleibt es nichts desto trotz. Der Bau der Brücke hat Schätzungen zufolge 100000 Menschenleben gekostet – größtenteils Zwangsarbeiter aus benachbarten Ländern, die von den Japanern im Grunde genommen “versklavt” worden sind.

Gerade Amerikaner kommen gerne hierher. Das ist auch einer der Gründe weshalb es in Kanchanaburi viele Militär-Zubehör Läden gibt, denn viele Militärvernarrte kommen diese Brücke besuchen und kaufen sich dann in den Läden gerne Armeeuniformen, Überlebensmesser, Macheten, Kompasse und alles was das Möchtegern-Soldatenherz sonst noch so begehrt. Allerdings findet man dort auch tatsächlich eine große Auswahl an nützlichem Equipment für’s Campen, und so weiter.

Auch gibt es Friedhöfe in denen tausende von Kriegsgefallenen begraben sind. Die Stadt hat jedoch weit mehr zu bieten als eine traurige Geschichte.

Hier könnt ihr euch es in einem günstigen Gästehaus bequem machen, einen Kochkurs besuchen, und die Sehenswürdigkeiten der Region von hier aus erkunden. Allein die Erawan Wasserfälle sind es schon Wert einen ganzen Tag dort zu verbringen.

Auch kann man hier auf Hausbooten übernachten, was besonders bei den Thais sehr beliebt ist. Wer allerdings auf idyllische Stille hofft, der wird bald unangenehm überrascht sein, denn nachts treiben die Hausboote oft über den See und plärren mit irrsinnig lauter Karaoke Musik. Wer sich jedoch darauf einlässt und einfach mitsingt, der kann hier viel Spaß haben.

Hinter einem der Kriegsfriedhöfe befindet sich der Wat Tham Khao Pun Tempel. Er besteht aus neun Höhlen, und in der größten von ihnen befindet sich ein liegender Buddha. Während des zweiten Weltkrieges sollen japanische Soldaten in diesen Höhlen Kriegsgefangene gefoltert haben.

Die Region lässt sich auch sehr gut per Fahrrad erkunden, und es gibt schöne Routen mit sehr schönen Aussichten. Wer will kann auch den Kwai Fluss mit dem Kayak entlangpaddeln.

Nicht unweit von der Stadt gibt es auch den berüchtigten Tiger Tempel. Einige Tierschutzorganisationen kritiseren diesen Tempel stark und behaupten, dass die Mönche die Tiger misshandeln. Wir selbst sind unschlüssig, zumal die Fakten auf denen die Kritik der Tierschützer beruht eher zweifelhafter Natur scheinen.

Es ist auch eine Region in der viele verschiedene Volksgruppen zusammenleben – vor allem Flüchtlinge aus Burma. Je näher ihr der burmesischen Grenze kommt, desto vielfältiger wird die kulturelle Mischung. Die Grenzstadt Sangkhlaburi (etwa 230 Kilometer westlich von Kanchanaburi) ist ein Beispiel dafür, wie verschiedene ethnische Minderheiten harmonisch mit- und nebeneinander koexistieren können.

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