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Isaan – Der Nord-Osten Thailands

Der Nord-Osten Thailands ist die bevölkerungsreichste und wirtschaftlich ärmste Region Thailands. Die wichtigste Einnahmequelle der Region ist die Landwirtschaft, vor allem der Reisanbau. Hier sprechen die meisten Menschen “pahßah lao” – die Sprache des Isaan, die der laotischen Sprache ähnelt. Und einer landesweiten Studie zufolge sind die Menschen hier trotz der Armut am glücklichsten.

Der Isaan ist die touristisch noch am wenigsten erschlossene Region Thailands. Das liegt vor allem auch daran, dass es hier keine paradiesischen Strände gibt und die Berglandschaften im Norden Thailands schöner sind. Für die meisten Touristen wäre der Isaan einfach langweilig, denn was an dieser Region schön ist, erschließt sich einem erst mit der Zeit.

Die meisten Bauern bestellen ihr eigenes Land und bauen alles, was sie zum Leben brauchen selbst an. Die Versuche von Großgrundbesitzern sich Felder von Tagelöhnern bestellen zu lassen sind größtenteils gescheitert, und so kommt auch heute noch der größte Teil der Reisproduktion in Thailand von Kleinbauern die als Familien zusammenarbeiten.

Reisbäuerin im Isaan mit Sichel bei der Ernte

Reisbäuerin im Isaan mit Sichel bei der Ernte

Die Küche des Isaan

Klebereis wird in Bambuskorb gedünstet

Klebereis wird in Bambuskorb gedünstet

Das Essen unterscheidet sich deutlich vom Essen des restlichen Thailands. Vor allem wird hier anstatt Reis oft lieber Klebereis gegessen. Und während den meisten thailändischen Gerichten auch Zucker beigegeben wird, ist Zucker eine nur sehr selten im Isaan verwendete Zutat. Insgesamt kann man sagen, dass die Küche hier auch gesünder ist: hauptsächlich wird Gemüse und Fisch gegessen, ab und zu Hühnchen und relativ selten Schwein oder Rind. Meistens werden Suppen oder Curries gekocht, oder das Essen wird gedämpft oder gegrillt. Diese Zubereitungsweisen sind schonender und gesünder als das sonst so weitverbreitete Frittieren.

Thailand ist oft bekannt dafür, dass die Menschen hier Insekten essen. Aber viele Bangkok-Thai’s reagieren auf einen frittierten Käfer genauso angeekelt, wie unsereiner. Hier im Nordosten jedoch werden Insekten oft gegessen, vor allem Seidenraupen und Ameiseneier gelten als Delikatessen.

Das hat historische Gründe: wie bereits gesagt ist diese Region die wirtschaftlich ärmste, und in der Vergangenheit waren Insekten manchmal die leichterhältlichste Quelle von Protein. “In der Not frisst der Teufel Fliegen”. Und in der Not fressen Menschen auch allerlei Insekten, und entdecken dabei, wie sie aus so manchem Insekt etwas wohlschmeckendes machen können.

Typischerweise wird gemeinsam auf dem Boden sitzend das Essen geteilt

Das Klima im Isaan

Am schönsten kann man im Isaan während der Wintermonate von November bis Februar reisen. In dieser Zeit ist es tagsüber oft angehnehm (zwischen 20 bis 30 Grad), und nachts wird es kühl. Ab März/April kann es schon wieder sehr heiß werden, wobei es natürlich auch hier (genau wie bei uns) jedes Jahr Unterschiede geben kann.

Die Menschen im Isaan

Die Menschen im Isaan sind für ihre Freundlichkeit und Herzensgüte bekannt. Sie sind oft ruppiger, aber lieben es zu scherzen und sind immer hilfsbereit. Auch wenn sich in den letzten zwei Jahrzehnten vieles verändert hat und im Zuge der Modernisierung der soziale Zusammenhalt der Gemeinschaften geschwächt wurde – auch heute noch sind die Menschen hier stolz auf ihre Kultur und Herkunft.

Menschen im Isaan

Menschen im Isaan

Im 20. Jahrhundert wurde durch verschiedene mittel versucht, die Region zu “thailandifizieren”, also die Kultur mehr mit der zentralthailändischen Kultur konform zu machen. Unter anderem wurden Mönche in Tempeln dazu angehalten die Geschichten der Region durch die staatlich sanktionierten Geschichten zu ersetzen, und in den Schulbüchern wurde besonderer Wert darauf gelegt, zu demonstrieren wie ähnlich die Region der zentralthailändischen Region ist.

Es war die Zeit, in der die thailändische Regierung bestrebt war eine große, einheitliche, thailändische Nation zu bilden, und damals war den Regierenden in Bangkok Einigkeit und Zusammenhalt wichtiger als kulturelle Vielfalt.

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Klebereis wird in Bambuskorb gedünstet

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