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Ayutthaya Sehenswürdigkeiten

Wat Mahatat

Im Wat Mahatat findet ihr den wohl meistfotografierten Buddha Ayutthayas: den Buddha, der von den Wurzeln einer Pappel-Feige (ficus religiosa) umwachsen ist. Und in der Tat ist es ja faszinierend.

Vor allem, wenn man bedenkt, dass die Pappel-Feige von besonderer Bedeutung im Buddhismus ist: es war nämlich eine Pappel-Feige, in deren Schatten der Buddha saß, als er die Erleuchtung erlangte. Deswegen ist die Pappel-Feige umgangssprachlich auch als Buddhabaum, oder Bodhi-Baum bekannt.

Der in den Baum eingewachsene Buddhakopf in Wat Mahatat, Ayutthaya

Wie es dazu gekommen ist, weiß niemand. Es gibt zwei Vermutungen: Version A besagt, dass der Buddhakopf durch die burmesischen Krieger bei der Zerstörung der Stadt im Jahr 1767 einfach liegengelassen wurde, und der Baum darum herumgewachsen ist. Eine andere Theorie besagt, dass Tempelräuber am Werke waren, den Kopf jedoch nicht transportieren konnten, ihn dort liegen gelassen haben und er dann in den Baum eingewachsen ist (bzw. der Baum um ihn herumgewachsen).

Eintrittsgebühr: 50 Baht (etwas über 1 Euro).

Wat Ratchaburana

gesprochen: Wat Ratburana

Dieser Tempel ist nicht weniger bekannt und weniger besucht als Wat Mahatat. Jedoch zu unrecht. Wer diese Ruinen durchschreitet bekommt umso mehr einen Eindruck davon, wie das Ayutthaya von einst ausgesehen hat, und welche Spektakel es hier gab.

Der Prang von Wat Ratburana in Ayutthaya durch's Eingangstor betrachtet

Den zentralen Prang (Phra Prang Prathan, gesprochen: Pra Prang Pratahn) kann man erklimmen und betreten, und es ist ein ganz besonderes Erlebnis sich in sein Innersten zu begeben.

stehender Buddha im Prang des Wat Ratburana

einer von 4 stehender Buddha im Prang des Wat Ratburana

An der Außenseite hat es vier “kuha” (Grotten, oder Gewölbe) in denen jeweils eine Buddhastatue steht.

Die Geschichte des Tempels ist auch spannend. König Intaracha (Intharacharthirat, Nakarintharaja) starb im Jahre 1424. Zwei von seinen Söhnen, Chao Aye Phraya von Suphanaburi und Chao Yi Phtaya von Sanburi stritten um die Thronfolge. Beide wollten sie das Königreich führen. Da sie sich nicht einig werden konnten trafen sie sich auf dem Platz wo heute der Tempel steht um ein Duell auszutragen. Der Kampf fand auf Elefanten statt. Erstaunlicherweise brachten die beiden sich während des Elefanten-Duells gegenseitig um, keiner von beiden überlebte, und so fiel die Thronfolge einem anderen Sohn zu, der zum König von Ayutthaya wurde: Chao Sa Phraya von Phitsanulok, später bekannt als König Borom Rachathirat der Zweite (Boromnaracha II). Er ließ diesen Tempel erbauen um seinem Vater und seine beiden Brüdern eine Grabstätte zu geben.

Wertvolle Schätze und heilige Buddha-Statuen wurden im Phra Prang Prathan aufbewahrt. Sie wurdem zusammen mit den sterblichen Überresten des Königs im Grabgewölbe deponiert, und hatten eine rituelle Bedeutung: zum Beispiel des Schwert des Sieges, die Krone des Siegers, der Gehstock, ein paar Schuhe, ein Fächer, eine Fliegenklatsche, ein königliches Kostüm, königliche Schüsseln, Schalen, Teller, Töpfe, Schachteln, goldene Buddhastatuen und Amulette, ein goldener Baum und mehr. Am 25. September 1957 brachen Grabräuber ein und stohlen die Schätze. Einige der Diebe konnten gefasst, und einige der Schätze konnten gerettet werden. Die wiedergefundenen Gegenstände können jetzt im Museum betrachtet werden.

Unten findet man religiöse Wandmalereien, beziehungsweise schlecht erhaltene Überreste davon.

Wandmalereien im Prang des Wat Ratburana

Wandmalereien im Prang des Wat Ratburana

Über die Etage darunter möchte ich an dieser Stelle garnicht viel schreiben. Geht selbst hinein und erlebt es am eigenen Körper.

Weitere Sehenswürdigkeiten:

Ayutthaya Historical Study Centre

Wer mehr über die geschichtlichen Hintergründe Ayutthaya’s erfahren möchte, der wird hier fündig. Gerade weil das Ayutthaya Tourism Centre der TAT (Tourism Authority of Thailand) für Renovierungsarbeiten geschlossen ist (Stand: März 2010) ist dies die beste Anlaufstelle, um sich schlau zu machen.

Eintritt: 100 Baht

Chao Sam Phraya National Museum

Diese Museum wurde 1961 unter Aufsicht des Königs und der Königin eröffnet. Das Geld für den Bau des Museums kam aus den Erlösen von Gedenktafeln die im Grabgewölbe des Wat Ratchaburana gefunden wurden.

Hier findet ihr archäologische Funde aus der Ayutthaya-Periode, aber auch den noch älteren Dvaravati und Lopburi Reichen. Auch Goldschmuck aus dem Wat Ratchaburana und ein goldenes Schwert finden sich hier. Das Schwert selbst ist aus Eisen gefertigt, jedoch mit Gold verarbeitet und mit Edelsteinen besetzt. Der Griff ist aus Kristallquarz. Auch sind hier verschiedene Alltagsgegenstände der normalen Bevölkerung zu finden, die einen Eindruck davon geben, wie die Menschen damals gelebt haben.

Eintritt: 30 Baht.

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